PALIMPSZESZT
9. szám --[ címlap | impresszum | keresés | mutató | tartalom ]

Vorwort

»[...] als hätte die Erde ein wenig die Lippen geöffnet [...]«
Topoi der Heimat und Identität
Herausgegeben von Peter Plener und Péter Zalán

Einleitend ...
... ist festzuhalten, daß die Idee zu jenem Symposion, dessen Vortrags-Beiträge nunmehr in gedruckter Form vorgelegt werden können, an sich eine war, die über den Zeitraum von mehr als einem Jahr sorgsamer Pflege bedurfte, um in Anträgen und konkreten Konzeptionen ihren Niederschlag zu finden. Von da an brauchte es nur noch ein weiteres Jahr, um die Veranstaltung vom 17.-19. Februar 1997, am Germanistischen Institut der Eötvös Loránd-Universität zu Budapest, abhalten zu können.

Die diversen Verzögerungen bei der Vollstreckung der Absicht waren vor allem darauf zurückzuführen, daß eine Reihe von finanziellen Unterstützungen notwendig war. Umso herzlicher ist folgenden Institutionen zu danken, die durch ihre (zum Teil nicht nur pekuniären) Beiträge die Veranstaltung erst möglich machten: der Aktion Österreich-Ungarn, dem Außeninstitut der Universität Wien, dem österreichischen Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, dem österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr, dem ungarischen Ministerium für kulturelle Angelegenheiten, der Philosophischen Fakultät der ELTE-Budapest, dem österreichischen Kulturinstitut Budapest, KulturKontakt und dem österreichischen Ost- und Südosteuropa-Institut. Das Erscheinen des vorliegenden Sammelbandes wäre wiederum ohne eine nochmalige Unterstützung seitens der Aktion Österreich-Ungarn, der Philosophischen Fakultät der ELTE-Budapest und das österreichische Ost- und Südosteuropa-Institut nicht möglich gewesen. Die Zahl der diversen Geldgeber war in dieser Größenordnung auch insofern notwendig, als es im Rahmen des Generalthemas eine Reihe von das Symposion begleitenden Co-Veranstaltungen gab, unter anderem Lesungen von und Diskussionen mit Imre Kertész und Robert Schindel, eine »Heimat im Film«-Woche und ein Blockseminar, das im Anschluß an das Symposion stattfand (Leitung: Karl Wagner, Markus Knöfler, die Herausgeber).

Für die TeilnehmerInnen des Symposions, gab es durch die Titelwahl eine ungefähre Vorgabe. Ganz allgemein formuliert sollten Untersuchungen der diversen Topoi der Heimat und Identität in der (insbesondere österreichischen, aber gegebenenfalls auch ungarischen) Literatur, Sprachwissenschaft, Geschichte, Architektur und Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts vorgestellt werden. Dadurch einen ansatzweisen Überblick über - bzw. zumindest Einstieg in - die verschiedensten Formen und Ausformungen des Umgangs mit traditionell belastet vorgestellten Denk- und Schreibmustern sowie -verfahren zu ermöglichen, war eines der Ziele. Auch erschien der intensivere Gedankenaustausch von ungarischen und österreichischen WissenschafterInnen relevant.

Angesichts dieser Vorgaben ist ein herzlicher Dank an die TeilnehmerInnen mehr als angebracht, die sich sofort - und im Wissen um die Unmöglichkeit einer wie auch immer gearteten finanziellen Entschädigung - bereit erklärten, ihre Beiträge zu leisten.

Nachdem weitestgehend freigestellt war, welche Aspekte zu bearbeiten wären, ergab sich im Verlauf der Tagung, daß grosso modo unterschiedliche (länderspezifische?) Auffassungen eine fruchtbare Auseinandersetzung zu befördern überaus geeignet schienen/scheinen. Standen für die österreichischen TeilnehmerInnen zumeist heimatliche Perspektiven als ein erstes Kriterium im Raum, ergab sich ungarischerseits eine überwiegende Zentrierung auf die Frage der Identität. (Und diese Unterscheidungsmöglichkeit rührte gewiß auch von einem [mehr oder weniger Musilschen] Titel her, der für sich ja bereits eine Idee vorgab; umso wichtiger war es, diese Vorgabe als eine von vielen möglichen zu erweisen.)

Die formal-wissenschaftliche Anfertigung der Manuskripte für den vorliegenden Band wurde den BeiträgerInnen freigestellt, was bedeutet, daß die Herausgeber keine wesentlichen formalen Änderungen an den einzelnen Beiträgen vorgenommen haben - vor allem nicht hinsichtlich der Zitierform. Die Reihenfolge der Aufsätze ergibt sich ausschließlich aus der Reihenfolge der Vorträge während des Symposiums, die wiederum einer inneren Logik (Thema, Chronologie) zu entsprechen suchte.

Die Materialien dieses Symposions liegen seit Oktober 1997 auch in gedruckter Form vor. Der gleichnamige Band, der sämtliche Beiträge des Symposions enthält, ist über Péter Zalán (Germanistisches Institut der ELTE, Lehrstuhl Deutschsprachige Literaturen, H-1146 Budapest, Ajtósi Dürer sor 19-21./Ungarn) zu beziehen.

Budapest, März 1998




[ címlap | impresszum | keresés | mutató | tartalom ]